13.10.2026
Miele testet Aufbereitung von Waschmaschinen
Lassen sich Waschmaschinen nach dem Ende ihrer Nutzung in großer Zahl aufbereiten und wieder funktionstüchtig machen? Dieser Frage ging Miele gut zweieinhalb Jahre lang nach. Die Ergebnisse des Projekts „2ndLife@Miele“ stimmen den traditionsreichen Maschinenhersteller positiv, dass dieser Prozess einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Wertschöpfung bietet.
Marvin Drewel, Director of Strategic Partnerships and Inovation Laundry, zieht dieses Fazit: „Das Projekt hat gezeigt, dass zirkuläre Prozesse im industriellen Umfeld grundsätzlich machbar sind. Entscheidend sind standardisierte Demontage- und Prüfprozesse, klare Qualitätsanforderungen, digitale Rückverfolgbarkeit und transparente Bewertungsmaßstäbe.“
400 Maschinen aufbereitet, mehr als 2.000 zerlegt
Zunächst bereitete das Projektteam etwa 400 zurückgeführte Waschmaschinen auf. Die Fehler der Geräte waren sehr unterschiedlich. Standardisierte Diagnose- und Reparaturprozesse hätten sich dabei als äußerst wichtig für den Erfolg erwiesen, so Miele. Weitere Schlüsselfaktoren seien klare Qualitätsstandards, digitale Unterstützung, eine enge Verzahnung mit bereits vorhandenen Prozessen im Unternehmen und bereichsübergreifende Kooperation.
Der 2. Projektschwerpunkt widmete sich der Gewinnung verschiedener Komponenten als Ersatz- oder Bauteile. Dafür nahm das Team über 2.000 gebrauchte Waschmaschinen auseinander. So gewannen die Fachleute etwa 3.000 Elektronikkomponenten, 2.000 Motoren und 6.000 weitere Baugruppen. Gut 60 Tonnen metallischer Werkstoffe wurden erneut genutzt.
Prozesse müssen noch skalierbar gestaltet werden
Nach einer Auswertung für acht Baugruppen kam das Team zur Erkenntnis, dass die Rückgewinnung und erneute Nutzung von Bauteilen nicht nur Ressourcen schone, sondern auch neue Wertschöpfungsmöglichkeiten biete. Der nächste Schritt bestehe daraus, die Prozesse wirtschaftlich skalierbar zu gestalten.
Waschmaschine von morgen vorgestellt
Ein weiteres Miele-Projekt befasste sich kürzlich mit der der Frage, wie Waschmaschinen in Zukunft aussehen und arbeiten. Herausgekommen ist die Konzeptstudie Cary.Der WRP-Newsletter: Hier kostenlos anmelden